Britannien erhebt Anklage nach Schiffskollision vor der englischen Küste
Der Kapitän eines russischen Frachters ist in Großbritannien wegen der Kollision mit einem amerikanischen Tanker in der Nordsee angeklagt worden. Das Gericht in Kingston-upon-Hull ordnete die Festnahme des 59-jährigen russischen Staatsbürgers Vladimir Motin an.
Details des Vorfalls
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kollidierte die von Motin geführte Solong mit dem US-Tanker Stena Immaculate, der Kerosin in die Vereinigten Staaten transportierte. Der Vorfall ereignete sich 16 Kilometer vor der englischen Küste. Infolge des Aufpralls fing der Tanker Feuer, und die Solong stoppte nicht sofort nach dem Zwischenfall, sondern schleppte den Tanker etwa 400 Meter weit mit.
Folgen des Unfalls
- Ein 38-jähriges philippinisches Besatzungsmitglied der Solong, Mark Angelo Pernia, ist verschwunden.
- Die Solong, die dem deutschen Unternehmen Ernst Russ gehört, fuhr unter portugiesischer Flagge und hatte im Jahr 2024 zwei Inspektionen nicht bestanden.
- Es wurden 12 Verstöße festgestellt, wie z.B. Probleme mit dem Kompass und der Rettungsausrüstung.
Die Strafverfolgungsbehörden untersuchen, ob die Handlungen des Kapitäns vorsätzlich waren, da die Koordinaten von dem amerikanischen Schiff korrekt übermittelt wurden.