Im neu gewählten Bundestag haben 40 Abgeordnete ihren Beruf nicht angegeben und sich als “Politiker” bezeichnet.
Deutschland hat einen neuen Bundestag mit 630 Abgeordneten gewählt, das sind 103 weniger als bisher. Doch nicht nur die Zahl, sondern auch die unterschiedliche berufliche Zusammensetzung der Abgeordneten hat für Aufsehen gesorgt.
Berufliche Zusammensetzung der neuen Abgeordneten
Die Juristen haben mit 118 Sitzen die meisten Sitze im Parlament eingenommen und sind damit der häufigste Beruf unter den Abgeordneten. Der Anteil der Juristen an der deutschen Bevölkerung beträgt jedoch nur 0,6 %. Weitere nennenswerte Vertreter sind:
- 52 Wirtschaftswissenschaftler
- 36 Politikwissenschaftler
- 25 Lehrer
- 22 Ingenieure
Besonders bemerkenswert ist, dass 40 Abgeordnete keine Angaben zu ihren beruflichen Kompetenzen machten und sich einfach als “Politiker” bezeichneten. Darüber hinaus gaben sieben Abgeordnete an, an Universitäten studiert zu haben. Insgesamt gehören 17 Abgeordnete einem erwerbstätigen Beruf an, was deutlich unter ihrem Anteil in der Gesellschaft liegt.
Berufsvielfalt im neuen Bundestag
Zu den neu gewählten Abgeordneten gehören auch 14 Ärzte, 15 Unternehmer, 8 Journalisten, 9 Polizisten, 5 Landwirte und sogar einige Musiker.
Wie im vorherigen Parlament errangen die Männer die Mehrheit der Sitze. Frauen erhielten 204 Sitze im Bundestag, das sind 31,2 % aller Abgeordneten