In Deutschland wird ein Krankenpfleger beschuldigt, Patienten tödliche Injektionen verabreicht zu haben. Ihm werden neun Morde und 34 Mordversuche vorgeworfen.
Ein 44-jähriger Krankenpfleger aus der Rhein-Maas-Klinik in Würzelen, Nordrhein-Westfalen, wird beschuldigt, neun Patienten getötet und 34 weitere zu töten versucht zu haben. Die Ermittler fanden heraus, dass er Patienten tödliche Dosen von Medikamenten verabreichte, um sich eine erholsame Nacht im Dienst zu sichern.
Ermittlung läuft
Er wurde im Juli 2024 wegen elf versuchter Morde festgenommen. Weitere Ermittlungen ergaben jedoch, dass seine Taten viele Todesfälle verursacht hatten. Im Februar erhob die Staatsanwaltschaft Aachen Anklage gegen ihn wegen fünf Morden und 25 Mordversuchen. Kürzlich wurden die Anklagen auf vier weitere Morde und neun Mordversuche ausgeweitet.
Zu den Opfern des Krankenpflegers gehörten nicht nur Menschen in der Palliativstation, sondern auch solche, deren Gesundheitszustand sich verbesserte und die sich bereits auf ihre Entlassung vorbereiteten. Außerdem hatten einige der Überlebenden mit den Folgen einer schweren Überdosis zu kämpfen.
Die Ermittler überprüfen weiterhin alle Todesfälle in der Klinik in den vergangenen drei Jahren, in denen die Krankenschwester in der Einrichtung arbeitete. Es ist möglich, dass die Zahl der Opfer noch viel höher ist