Deutsche Armee steht angesichts steigender NATO-Anforderungen vor großen Herausforderungen
Deutschlands Streitkräfte, die Bundeswehr, sind trotz wiederholter Versprechungen von Verbesserungen weiterhin unterbesetzt und schlecht ausgerüstet. Einem aktuellen Bericht über den Zustand der Armee zufolge steht die Bundeswehr angesichts der Haushaltserhöhungen nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine vor Schwierigkeiten. “Die Lage ist ernst, und es gibt noch viel zu tun”, sagte die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Hegl.
Hauptherausforderungen und Entwicklungspläne
Die größte Herausforderung ist die Verfehlung des geplanten Personalaufbaus: Statt der geplanten 203.000 Soldaten bis 2031 waren es 2024 nur 181.174 Soldaten. Das Durchschnittsalter der Soldaten ist auf 34 Jahre angestiegen, was auf einen Mangel an jungem Personal hinweist. “Der Trend muss dringend umgekehrt werden”, sagte Hegl.
Trotz eines 100 Milliarden Euro schweren Sonderfonds stehen der Bundeswehr immer noch keine neuen Ausrüstungsgegenstände wie modernere Kampffahrzeuge, Schiffe und andere Waffensysteme zur Verfügung, so dass sie nicht auf moderne Herausforderungen vorbereitet ist.
Infrastrukturelle Herausforderungen und internationale Aufgaben
Vor dem Hintergrund der politischen Unsicherheit über die NATO steht das deutsche Militär vor Schwierigkeiten bei der Stärkung der Ostflanke des Bündnisses, einschließlich der Stationierung einer Brigade in Litauen. Auch bei der militärischen Infrastruktur gibt es Probleme: Es fehlt an Mitteln für die Instandhaltung von Kasernen und es besteht die Gefahr von Anschlägen auf Stützpunkte. Die Sicherheit an den Grenzen und die Abwehr von Drohnenangriffen müssen verbessert werden, so Hegl
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