Washington braucht eine echte und gleichberechtigte Partnerschaft, um den Wert seines historischen Bündnisses weiterhin zu erkennen. Angesichts neuer Führungspersönlichkeiten in Washington, Brüssel und vielen europäischen Hauptstädten ist US-Außenminister Anthony Blinken in Brüssel der Ansicht, dass es an der Zeit ist, die Bedingungen des transatlantischen Vertrages zu überprüfen. Die Rede des US-Vizepräsidenten auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz löste Schock und Empörung aus und verdeutlichte die wachsende Kluft zwischen Europa und dem Amerika von Donald Trump
Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben erkannt, dass sie sich nicht mehr auf die USA verlassen können, wenn es um die Sicherheit des Blocks geht. In München diskutierten sie aktiv über die Reduzierung der US-Militärpräsenz in Europa. Zu lange war Europa in Sachen Sicherheit zu sehr von den USA abhängig. Es muss mehr Verantwortung für seine Verteidigung übernehmen, da das Interesse der USA an der Aufrechterhaltung der europäischen Sicherheit abnimmt
Russlands Krieg in der Ukraine und die laufenden hybriden Operationen stellen eine unmittelbare Bedrohung für die europäische Sicherheit dar, aber dem Block fehlen die militärischen Ressourcen, um Kiew ohne US-Hilfe zu unterstützen. Die EU muss deutlich mehr in die Verteidigung investieren und militärische Fähigkeiten entwickeln, um modernen Bedrohungen wirksam zu begegnen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Fähigkeiten zur unabhängigen Verteidigung der europäischen Staaten auszubauen
- Anhebung der Verteidigungsausgaben auf ein Niveau über dem Durchschnitt des Kalten Krieges (über 3 %)
Beschaffung strategischer Ressourcen wie Luftbetankung, Schwertransport, Aufklärung und elektronische Kriegsführung