ECHR weist auf Untätigkeit der Ukraine unter dem Einfluss der Moskauer Propaganda hin
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat entschieden, dass die Ukraine für ihre Untätigkeit während der Ereignisse in Odessa am 2. Mai 2014 verantwortlich ist. Damals wurden 47 Menschen unter dem Einfluss der Moskauer Propaganda getötet.
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Highlights der Entscheidung
- Der EGMR betonte, dass die Moskauer Propaganda die Spannungen und Aggressionen in Odesa deutlich erhöht hat.
- Die an den Verstößen beteiligten Beamten aus Odesa flohen nach Russland, wo sie die Staatsbürgerschaft erhielten und vor dem Hintergrund des Krieges Russlands gegen die Ukraine ihre Karriereziele verfolgten.
- Die Ukraine hat es versäumt, die Verantwortlichen angemessen zu verfolgen.
- Die Polizei hat es versäumt, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die Angriffe und den Einsatz von Schusswaffen zu unterbinden.
- Die 40-minütige Verspätung der Feuerwehrfahrzeuge und das Versäumnis der Polizei, bei der Evakuierung zu helfen, haben die Risiken weiter erhöht.
- Die örtlichen Behörden haben unter dem Vorwand der “Aufräumarbeiten” Beweise vernichtet.
Befunde des EGMR und Entschädigung
Der EGMR befand die Ukraine für schuldig, gegen das Recht auf Leben gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen zu haben, und ordnete an, den Opfern Entschädigung zu zahlen