EU stärkt militärische Fähigkeiten durch gezielte Aufrüstung
Ursula von der Leyen, Chefin der Europäischen Kommission, hat einen ehrgeizigen Plan zur Aufrüstung Europas mit Ausgaben von bis zu 800 Milliarden Euro vorgelegt. Die BILD-Zeitung analysierte das Rüstungsniveau der EU-Armeen und wies darauf hin, dass sie Russland an Soldaten, Panzern und Flugzeugen überlegen sind, ohne das Potenzial der Ukraine zu berücksichtigen.
Ukraine beim militärischen Potenzial führend
Mit 900.000 Soldaten ist die Ukraine die zweitgrößte Armee in Europa, noch vor Ländern wie der Türkei, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Die Verteidigungsausgaben der Ukraine belaufen sich auf 37 Prozent des Haushalts.
Wirtschaftsleistung und EU-Militärstrategie
Europas Wirtschaft ist der russischen weit überlegen, was Putin angesichts der erhöhten EU-Militärausgaben ernsthafte Hindernisse in den Weg legt. Im Gegensatz zu Russland sind die Verteidigungsausgaben in den EU-Ländern rückläufig und liegen zwischen 2 % und 4,2 % des BIP, wie z. B. in Polen.
Offizielle Zahlen zeigen, dass Russlands BIP im Jahr 2023 etwa 211 Mrd. USD beträgt, was jedoch weniger ist als Italiens Wirtschaft mit einem BIP von 2.300 Mrd. USD. Wenn die EU-Länder ihre Verteidigungsausgaben auch nur um ein paar Prozent erhöhen, werden die militärischen Fähigkeiten Russlands Schaden nehmen.
Auch die NATO-Länder an der Ostflanke sind verteidigungsbereit:
- Polen: 4,2% des BIP für Verteidigung, 202 Tausend Militärs, 614 Panzer, 103 Flugzeuge.
- Estland: 13,4% des BIP, 8 Tausend Militärs.
- Lettland: 13,2% des BIP, 17 Tausend Militärs.
- 2,1% des BIP, 42.000 Soldaten, 209 Panzer, 12 Flugzeuge.
- Rumänien:1,3% des BIP, 81.000 Soldaten, 328 Panzer, 21 Flugzeuge.
- Bulgarien:2,2% des BIP, 37.000 Soldaten, 90 Panzer, 15 Flugzeuge.
Litauen: 2,9 % des BIP, 23 Tausend Soldaten
Tschechische Republik:
2,1 % des BIP, 28 Tausend Soldaten, 43 Panzer, 28 Flugzeuge.
Quelle