Europäische Länder planen, Kiews strategische Position inmitten der Gespräche zwischen Russland und den Vereinigten Staaten zu stärken. Nach Angaben von drei EU-Diplomaten ist geplant, ein militärisches Hilfspaket für die Ukraine im Wert von mindestens 6 Mrd. EUR vorzubereiten. Das Paket, das bis zu 1,5 Millionen Artilleriegeschosse und Luftabwehrsysteme umfassen würde, wäre eines der größten seit der russischen Invasion im Jahr 2022 und könnte noch vor dem symbolischen Besuch der EU-Kommissare in Kiew am 24. Februar vorgelegt werden.
Die 6 Milliarden Euro sind ein Ausgangspunkt und könnten durch die Überprüfung der Lagerbestände der Mitgliedstaaten auf 10 Milliarden Euro oder mehr steigen, so zwei der Diplomaten. Die EU-Außenminister werden das Paket nächste Woche in Brüssel erörtern. Die Länder können sowohl militärische Ausrüstung als auch Finanzmittel beisteuern, wobei sich ihr finanzieller Beitrag nach ihrem Bruttonationaleinkommen richten soll. Nach dem gescheiterten Treffen in Paris wird diese Entscheidung die Entschlossenheit der EU widerspiegeln, die Ukraine zu unterstützen.
Eine Aufstockung der Militärhilfe wird dazu beitragen, die ukrainischen Streitkräfte wieder aufzubauen, russische Angriffe abzuwehren und Städte vor Luftangriffen zu schützen. Sie könnte auch die Argumente für eine Beteiligung der EU am Verhandlungsprozess stärken. Die erste Runde solcher Gespräche zwischen US-Außenminister Marco Rubio und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow endete in Riad.
EU-Diplomaten verhandeln weiterhin über die Einzelheiten des vom Europäischen Auswärtigen Dienst geforderten Pakets. Es ist unklar, ob die EU als Ganzes dem Paket zustimmen wird oder ob einzelne Länder das Abkommen unterzeichnen werden. Ein Diplomat merkte an, dass eine einstimmige Einigung aufgrund der Opposition Ungarns unwahrscheinlich sei
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